Die chinesische Medizin basiert zum einen auf der großen klinischen Erfahrung zahlreicher Ärzte über Tausende von Jahren, die ihre Beobachtungen am Menschen niedergeschrieben und so ihrer Nachwelt überliefert haben. Für die Systematisierung dieser Beobachtungen war es jedoch andererseits notwendig, "Normen" zu entwickeln, mit deren Hilfe die Beobachtungen mitgeteilt und damit auch nachvollzogen werden konnten (in der westlichen Medizin entspräche dies z.B. dem metrischen System, das technischen Erfahrungen zugrunde gelegt wird). Solche "Normen" sind das System des Yin und Yang, die Polarität aller Dinge in der Natur, und auch das System der fünf sog. Wandlungsphasen (Feuer, Wasser, Holz, Metall, Erde). Die Kenntnis dieser "Normen" ist Voraussetzung für die Diagnose von Krankheiten und die Möglichkeiten ihrer Behandlung durch die fünf Säulen der TCM (Akupunktur, Ernährung, Bewegung, Massage und Arzneitherapie).